Die Hauttypen


Zum besseren Verständnis der Hautpflege
sollten Sie folgendes über die Haut wissen:


Die Haut besteht aus drei Hauptschichten:
Oberhaut = Epidermis
Lederhaut = Dermis
Unterhaut = Subcutis

Als größtes und vielseitigstes Organ des Menschen ist die Haut Schutz-, Ausscheidungs- und Sinnesorgan zugleich.
Sie ist ständigen Umwelteinflüssen ausgesetzt, die es abzuschwächen oder zu neutralisieren gilt.
Erkrankungen, Stoffwechselstörungen und Mangelerscheinungen, aber auch seelische Belastungen spiegeln sich im Erscheinungsbild der Haut wider,das vor allem durch den Zustand der Epidermis gprägt wird.


Die Epidermis

Die Epidermis wird permanent erneuert.
Die in der Keimschicht, der untersten Epidermisschicht, gebildeten Zellen wandern langsam an die Hautoberfläche und bilden hier als tote Zellen (Hornzellen) die Hornschicht aus, von der sie ständig in Form kleinster Schüppchen abgestoßen werden, um neuen Zellen Platz zu machen.

Für ein gesundes Aussehen der Haut ist der Zustand der Hornschicht, in der die gerade noch haftenden Hornzellen wie winzige Ziegel übereinander liegen, besonders wichtig. Dieser wird geprägt durch:
- Interzelluläre Lipide = Hautlipide zwischen den Zellen, die die Hornzellen ähnlich wie Mörtel die Ziegel - zusammenhalten.
- Huatoberflächenfett = Emulsion aus Hauttalg, Schweiß, Hautlipiden, Eiweißspaltprodukten ua dem Verhornungsprozeß und transepidermal abgegebenem Wasser, die die Hautoberfläche überzieht.

Das Hautoberflächenfett glättet die Haut, bewahrt sie - gemeinsam mit den interzellulären Lipiden - vor dem Austrockenen und verhindert das Eindringen von Fremdstoffen. Naben äußeren Faktoren wie Streß, klimatische Bedingung und Ernährung bestimmen Minge und Zusammensetzung des Hautoberflächenfetts und der interzellulären Lipede wesentlich den aktuellen Hautzustand und das Erscheinungsbild der Haut.

Die Dermis

Sie verleiht der Haut Festigkeit und Elastizität.
Zum größten Teil besteht die Dermis aus den Bindegewebsfasern, festigkeitsgebendem Collagen und dem elstizitätverleihenden Elastin.
Die Dermis ist damit wesentlich für die Spannkraft der Haut und die Elastizität des Gewebes verantwortlich.

Die Subcutis

Sie besteht vor allem aus dem Fettgewebe, dient also sowohl als Wärmapolster als auch als Nahrungsspeicher.

Der Alterungsprozeß der Haut

Aus dermatologischer Sicht gibt es eine Reihe von Ursachen, die für die Hautalterung verantwortlich sind. Einerseits sind es die "äußeren" Faktoren wie z.B. freie Radikale, schädliche UV-Strahlen, Nikotin, falsche Ernährung und Klimalagen, andererseits sind es aber ganz besonders die "inneren" Faktoren, die biologisch begründet sind und somit von unserem Organismus gesteuert werden:
1. Der Hauterneuerungsprozeß verlangsamt sich. Die Einzelzellen werden kleiner und weniger aktiv, ihre Lebensdauer nimmt bis zu 50% ab. Hieraus resultiert eine immer stärker werdende Verhornung der Haut, wodurch diese fahl und stumpf erscheint.
2. Die Lipidproduktion in der Haut verringert sich, das Hautoberflächenfett wird dünner, die interzellulären Lipide nehmen ab. Die Haut verliert mehr und mehr die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu binden, und wird immer trockener.
3. Die Bindegewebsfasern in der Dermis verlieren ihre Elastizität. Zusätzlich werden zunehmend wediger neue Bindegewebsfasern gebildet, da die Fähigkeit der Haut, Collagen uu produziere, deutlich abnimmt. Ganz besonders Collagen III, das für die Elastizität und Spannkraft verantwortlich ist, vermindert sich drastisch. Das Gewebe verliert seine Festigkeit und Flexibilität.
4. Die Durchblutung der Haut verschlechtert sich, sie erscheint schlaff und faltig.

Der aktuelle Hautzustand

Der aktuelle Hautzustand wird in erster Linie von Menge und Zusammensetzung des Hautoberflächenfetts sowie der interzellulären Lipide bestimmt. Er ist abhängig von genetischen Faktoren, inneren Faktoren (Streß, Alter, Gesundheit etc.) und äußeren Faktoren (Sonne, Kälte etc.). Da sich das Erscheinungsbild der Haut z.B. durch Krankheit, hormonelle Umstellung, Ernährung, Witterungs- und Umwelteinflüsse kurzfristig ändern kann, spricht man heute statt vom Hauttyp vom aktuellen Hautzustand:

Normale Haut
ist glatt und ebenmäßig, gut durchblutet, feinporig, straff und wenig empfindlich.

Fettige und Mischhaut
ist oft großporig, glänzend, häufig von Mitessern und Pickeln bedeckt, oft blaß und fahl.

Trockene Haut
ist schuppig, rauh, feinporig und zart, meist empfindlic, hat spröde Parten und einzelne entzündete Areale.

Anspruchsvolle, reifere Haut
Da sich mit zunehmendem Alter die Hautlipidproduktion verringert, ist die anspruchsvolle, reifere Haut eher trocken und zeigt die Merkmale der trockenen Haut. Sie ist oft schlecht durchblutet, hat schlaffe Konturen, neigt zu erweiterten Äderchen und zeigt Linien und Fältchen.

Die jugendliche Problemhaut
Bei Eintritt in die Pubertät entwickelt sich häufig ein fettiger, öliger Hautzustand. Die Haut neigt nun zu Mitessern und Hautunreinheiten, glänzt stark, hat kleine Talgknötchen und wirkt oft blaß.

Die sensible, empfindliche Haut
Prinzipiell kann jede Haut, gleich welchen Hautzustands, empfindlich reagieren. Meist verbirgt sich hinter sensibler Haut jedoch ein eher trockener Hautzustand. Die Haut spannt leicht, ist oft spröde und reagiert auf Reize (Trockenheit, Sonne, Streß etc.) schnell mit Rötungen, Fleckenbildung und Juckreiz.




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